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Sofaartisten und Kampfsport von Manuela Kalinowski

Jahrelange sportliche Untätigkeit.

Das Auswendiglernen des Fernsehprogramms als einzigen Ausgleich zur täglichen Büroarbeit. Fingergymnastik auf der Fernbedienung. Dann, nach ausgiebigem Konsum von Kampfsportfilmen aller Art, die Erleuchtung.

Motiviert von Bruce Lee begibt man sich in eine Schule, um die hohe Kunst des Kampfes zu erlernen.

Blutdruckabfall, Atemnot, Seitenstechen und Herzrasen sind die Folgen und man hofft, noch rechtzeitig zum nächsten Inhalator zu kommen. Denn hat man erst einmal das Sofasyndrom, ist es schwer wieder Fuß zu fassen, in der Welt des Sportes.

Es gibt viele Möglichkeiten, Konditionsdefizite wieder aufzuholen, aber was ist nun mit Kampfsport? Muss man damit nicht in frühen Jahren anfangen, um mithalten zu können?

Ving Tsun eignet sich auch für Späteinsteiger und lässt sich bis ins hohe Alter betreiben. Aufgrund der Trainingsmethoden von Sifu Stauner ist die Gefahr, im Sauerstoffzelt aufzuwachen, sehr gering. Keine endlosen Konditionsübungen, die einen schon vor Beginn des eigentlichen Techniklernens in die Knie zwingen. Keine akrobatischen Meisterleistungen, bei denen die Sehnen quietschen.

Ein Training bei dem man zwar durchaus ins Schwitzen gerät, das aber selbst ein sportlich weniger aktiver Mensch bis zum Ende durchhalten kann, ohne frühzeitig hinausgetragen zu werden. Es gibt also auch für Leute, die bislang ihr Sportprogramm nur am Fernseher absolvierten, die Möglichkeit zum Eintritt in die Welt des Kampfsports.

Und auch wenn es keineswegs an Respekt gegenüber den Lehrern und Mitschülern mangelt, herrscht bei Sifu Stauner kein militärischer Ernst.

Bei ihm wird niemand zu zwanzig Liegestützen verurteilt, wegen Redens oder gar zu fünfzig fürs Lachen. Wäre ja auch noch schöner, wo er selbst um keinen Spaß verlegen ist.

Oder muss er dafür dann hundert mal die Liegen stützen?

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